Mops Otiz und die Maisenknödel

Mops Otiz

Mops Otiz auf dem Haufen

Im Winter sorgen Vogelliebhaber stets dafür, dass unsere gefiederten Freunde die jahreszeitlich bedingte Fastenzeit auch gut überstehen. Daher hängen sie überall – die Maisenknödel.

Natürlich bleiben die kleinen grünen Netze nicht lange dort, wo der Vogelfreund sie ursprünglich platziert hat, denn im Streit um die begehrte  Zwischenmahlzeit landen sie schließlich auf dem Boden. Ein gefundenes Fressen für immer hungrige kleine Möpse.

Und so passiert es: kaum achtet man mal fünf Minuten nicht auf den fröhlich umherstromernden Mops, da hat er auch schon so ein Teil im Maul. Und was er erstmal hat, das lässt er sich so schnell nicht wieder nehmen.

Jede Art von Erziehung ist sofort vergessen, so macht es doch viel mehr Spaß vor dem verzweifelt “Aus” brüllenden Frauchen davonzulaufen. Und da kann auch der Mops zähe Ausdauer beweisen und Haken schlagen wie ein Karninchen. Schafft man es dann endlich ihn einzuholen, dann gibt es nur noch eins – beherzt den Kopf in den Nacken werfen und runter damit.

Dann beginnt sie, die zähe Wartezeit ob das kleine grüne Netz den Mops auch wieder auf natürliche Weise verlässt.  Denn die Netze sind unverdaulich und können im schlimmsten Fall zu einem Darmverschluss führen.

Bestrebt nun die Verdauung anzuregen wurde Otiz so gut gefüttert wie noch nie, immer ordentliche Mengen Trockenfutter rein, denn das verdaut er schneller als sein Nassfutter. Sauerkraut wäre auch noch eine Option gewesen, soll aber eher beim verschlucken von festen oder spitzen Teilen nützen.

So mutiert man schnell zum Kot-Experten unter den merkwürdigen Blicken der vorübergehenden Passanten, während man in der Dämmerung einen Haufen mit der Taschenlampe untersucht.  In der Hoffnung, endlich das ersehnte grüne Netz zu finden.

Bei Otiz war das Netz nach 2 Tagen wieder da – und die Erleichterung riesig. So hätte man vorher nie gedacht, dass man sich über einen Hundehaufen so freuen könnte.